about me

IMG_20140401_162806Der analytische Denker ist ein zurückhaltender und ruhiger Mensch. Er liebt es, den Dingen auf den Grund zu gehen – Neugierde ist eine seiner stärksten Triebfedern. Er möchte wissen, was die Welt im Innersten zusammen hält. Viel mehr benötigt der analytische Denker zu seinem Glück auch nicht, denn er ist ein bescheidener Mensch. Viele Mathematiker, Philosophen und Wissenschaftler finden sich unter diesem Typus.

Widersprüchlichkeiten oder Unlogik sind ihm ein Gräuel; Muster, Prinzipien und Strukturen erfasst er mit seinem scharfen Verstand schnell und umfassend. Allerdings interessieren ihn vor allem Grundsätzlichkeiten und theoretische Erkenntnisse; ihm geht es nicht unbedingt darum, diese in praktische Handlungen umzusetzen oder seine Überlegungen mit anderen zu teilen. Der analytische Denker arbeitet gerne in Ruhe und allein vor sich hin, und seine Konzentrationsfähigkeit ist ausgeprägter als bei allen anderen Persönlichkeitstypen. Neuen Informationen steht er offen und interessiert gegenüber.

Alltagsbelange interessieren den analytischen Denker wenig – ein bisschen ist er immer der „zerstreute Professor“, dessen Zuhause und Arbeitsplatz chaotisch aussehen und der sich mit Banalitäten wie körperlichen Bedürfnissen nur dann befasst, wenn es unumgänglich ist. Die Anerkennung seiner Arbeit durch andere spielt für ihn keine große Rolle; überhaupt ist er recht unabhängig von sozialen Beziehungen und sehr eigenständig. Auf andere wirkt er daher manchmal arrogant oder snobistisch – auch deshalb, weil er mit seiner oft harschen (wenn auch berechtigten) Kritik und seinem unerschütterlichen Selbstbewusstsein nicht hinter dem Berg hält. Inkompetente Zeitgenossen haben es bei ihm nicht leicht. Wer aber seinen Respekt und sein Interesse gewinnt, der findet in ihm einen geistreichen und sehr intelligenten Gesprächspartner, der einen durch seine ausgezeichnete Beobachtungsgabe und seinen knochentrockenen Humor verblüfft.

Freundschaften schließt der analytische Denker nur langsam, dafür halten sie meist ein Leben lang. Ohnehin braucht er nur wenige Menschen um sich, deren wichtigste Eigenschaft es ist, ihm intellektuell ebenbürtig und somit für ihn inspirierend zu sein. Ständige gesellschaftliche Verpflichtungen gehen ihm schnell auf die Nerven; er braucht viel Zeit für sich allein und zieht sich oft von anderen zurück. Sein Partner muss dies respektieren und begreifen, dass dies nicht aus mangelnder Zuneigung geschieht. Der analytische Denker ist, wenn er sich erst einmal für einen Menschen entschieden hat, ein treuer und zuverlässiger Partner. Romantik und überschwängliche Gefühlsbekundungen darf man allerdings nicht von ihm erwarten und den Hochzeitstag vergisst er bestimmt. Aber für eine in anregenden Diskussionen verbrachte Nacht bei einem guten Glas Wein ist er immer zu haben!

Dein Typus gehört zu den introvertierten Denkertypen. Der Umgang mit anderen, das Arbeiten im Team und das dauernde Im-Austausch-Stehen liegen dir nur begrenzt – sehr viel lieber ist es dir, wenn du alleine arbeiten und ungestört deinen Gedanken nachhängen kannst.

Zwischen dir und andere legst du meist eine kritische Distanz, die es dir zwar einerseits ermöglicht, der scharfe und unbestechliche Beobachter des Lebens zu sein, der du bist, die aber andererseits nur für wenige Menschen wirklich zu überbrücken ist. Das liegt auch daran, dass du nicht unbedingt daran interessiert bist, deine Gedankenwelt mit anderen zu teilen.

Es genügt dir in der Regel, wenn du einen Sachverhalt für dich selbst geklärt oder etwas verstanden hast; das dauernde, in deinen Augen meist seichte Geplapper deiner Umwelt nervt dich eher. Du ziehst es vor, möglichst unabhängig zu arbeiten und viel Zeit und Ruhe zu haben, dich auf das zu konzentrieren, was dir wirklich wichtig ist: das Strukturieren von Ideen, das Erfassen von komplexen Zusammenhängen, das Erklären des Universums und seiner Regeln und die logische Analyse von Systemen.

Neue Informationen saugst du auf wie ein Schwamm, und dein Gedächtnis ist legendär. Was du einmal gelernt hast, vergisst du nicht wieder – es sei denn, es erscheint dir aus irgendeinem Grund so unwichtig, dass es besser ist, es aus deinem Datenspeicher zu löschen. Kreative Problemlösung und die Entwicklung kühner Zukunftsvisionen gehören zu deinen größten Stärken. Gleichzeitig bist du der schärfste und rationalste Kritiker deiner eigenen Ideen, jede einzelne wird streng geprüft und beim kleinsten Anzeichen von Widersprüchlichkeit oder Unlogik wieder verworfen. Ihre Umsetzung überlässt du im Arbeitsalltag meist anderen und wendest dich statt dessen lieber neuen theoretischen Überlegungen zu.

Vor allem im Fall einer Selbständigkeit (die für dich gut in Frage kommt) ist es daher wichtig, dass du dich mit einigen „praktisch“ orientierten, zuverlässigen Mitarbeitern umgibst, die dafür sorgen, dass deine genialen Lösungsvorschläge auch Realität werden, während du wieder in deine Geisteswelt abtauchst. Das ist auch insofern besser, als du Detailarbeit hasst und dich nicht gerne mit dem Offensichtlichen beschäftigst.

Quelle: ipersonic.de